Ethischer Kodex.

RUN Raising Unified Network.

Vom Verwaltungsrat am 19.01.2015 genehmigt

Vorbemerkung.

In Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Legislativdekrets Nr. 231/2001 hat die RUN AG beschlossen, im Rahmen der Gesellschaftsprozesse den vorliegenden Verhaltenskodex (nachfolgend „Ethikkodex“) anzuwenden. Der Ethikkodex drückt die Verpflichtungen und Verantwortung aus, nach denen sich die RUN AG (nachfolgend die „Gesellschaft“) bei ihrer internen und externen Tätigkeit richtet. Die Vorschriften dieses Kodexes gelten, ohne Ausnahmen, für Mitglieder des Verwaltungs- und Überwachungsrates, Angestellte, externe Mitarbeiter der Gesellschaft und ganz allgemein für alle diejenigen, die direkt oder indirekt, dauerhaft oder vorübergehend, Beziehungen zur Gesellschaft haben oder sich für die Verwirklichung deren Ziele einsetzen (nachfolgend die „Betroffenen“).

Der Ethikkodex.

Die Gesellschaft hält es für angebracht, einen Verhaltenskodex einzuführen zur Festlegung der Grundsätze und Werte, nach denen sich alle Betroffenen richten sollen, auch um damit ihnen die jeweilige Verantwortung, die Verhaltensregeln und die anzustrebenden Ziele aufzuzeigen.Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass das unternehmerische Handeln in völliger Übereinstimmung mit den Grundsätzen, die in diesem Ethikkodex enthalten sind, sowie mit den geltenden Gesetzen und Rechtsvorschriften, ein wesentliches Element für den Erfolg der eigenen Tätigkeit ist. Der Ethikkodex wird vom Verwaltungsrat eingesetzt. Es liegt im Aufgabenbereich des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung, die korrekte Anwendung des Ethikkodexes zu prüfen, sowie dessen Aktualisierung zu gewährleisten, so dass er im Einklang mit den zurzeit geltenden Rechtsvorschriften ist, und zweckdienlich für die unterschiedlichen Bedürfnisse, die sich im Tätigkeitsbereich der Gesellschaft ergeben werden. Der Ethikkodex wird durch das Überwachungsorgan (ODV) umgesetzt, das von einem eigenen Reglement geregelt ist.

Allgemeine Verhaltensgrundsätze.

Die Gesellschaft handelt in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften des Landes, in dem sie tätig ist und im Einklang mit den im Ethikkodex festgelegten Grundsätzen. Die Betroffenen sind daher im Rahmen ihrer jeweiligen Befugnisse verpflichtet, die geltenden Gesetze und Vorschriften des Landes, in dem die Gesellschaft tätig ist, zu kennen und zu beachten. Die Gesellschaft fördert die Verbreitung des Ethikkodexes und der internen Prozesse unter allen Betroffenen, insbesondere den führenden Personen der Gesellschaft, die daher verpflichtet sind, den Inhalt zu kennen, die Grundsätze und Vorschriften zu beachten und an der Umsetzung desselben beizutragen. Für die Angestellten und leitenden Angestellten stellt die Befolgung der ethischen Grundsätze eine grundlegende vertragliche Verpflichtung dar, welche sich aus den Bestimmungen der Artt. 2104, 2105 und 2106 des Z.G.B. ergeben. Zu diesem Zweck sind die Betroffenen, die von Mängeln, Verstößen oder versuchten Verstößen Kenntnis erhalten, verpflichtet, ihre Vorgesetzten, oder diejenigen, die für die Einhaltung des Ethikkodexes verantwortlich sind, darüber zu informieren.

Human Ressources.

Die Gesellschaft sieht in ihren Mitarbeitern ein wesentliches Gut, um am Markt erfolgreich, professionell und damit konkurrenzfähig zu sein. In diesem Zusammenhang sind Ehrlichkeit, Korrektheit, Integrität, Transparenz und gegenseitiger Respekt in der Ausführung interner und externer Tätigkeiten primäre Anliegen der Gesellschaft. Die Einhaltung dieser Werte sowie der Prinzipien des Ethikkodexes im Allgemeinen, müssen von Seiten der Gesellschaft den Betroffenen gegenüber immer eingehalten werden bzw. sind als essenzieller Bestandteil in Verträge aufzunehmen. In der Personalführung räumt die Gesellschaft den Mitarbeitern gleiche Chancen ein, mit dem Ziel, die berufliche Weiterentwicklung des Einzelnen zu fördern. Der Ethikkodex und das Arbeitsrecht zum Schutz des Arbeitnehmers werden eingehalten. Die Betroffenen können Vorgesetzte oder diejenigen, die für die Einhaltung des Kodexes verantwortlich sind, jederzeit darum bitten, Inhalte, interne Abläufe oder Aufgaben desselbigen zu erläutern. Mitarbeiter werden eingestellt, indem die Fähigkeiten des Kandidaten mit dem Stellenprofil abgeglichen werden. Ferner ist das für die Einstellung von Mitarbeitern geltende und vom Verwaltungsrat abgesegnete Reglement zu beachten.

Kundenbeziehungen.

Die Beziehung zum Kunden wird durch effizientes Arbeiten und Servicequalität stetig gestärkt. Kunden werden umgehend, exakt und wahrheitsgetreu über die angebotenen Leistungen informiert. Dabei werden folgende Prinzipien eingehalten:

  • Höflichkeit
  • Gleichbehandlung
  • Unparteilichkeit

Im Konkreten bedeutet dies:

  • eine korrekte Definierung der vertraglichen Beziehung (Kosten, Tarife)
  • eine strikte Einhaltung der Vertragsbedingungen
  • Höflichkeit, Schnelligkeit und Rechtzeitigkeit der Antworten
  • Korrektheit in der Verwaltung sensibler Daten
  • professionelle Kompetenz

Lieferantenbeziehungen.

Die Beziehungen zu Lieferanten werden korrekt, professionell, effizient, seriös und zuverlässig ausgeführt. Die Lieferantenwahl wird unparteiisch und nach objektiven Gesichtspunkten wie Qualität, Preis, Professionalität und Ethik getroffen. Die Gesellschaft verlangt von seinen Lieferanten, dass die Leistungen von Prinzipien der Billigkeit, Korrektheit, Sorgfalt, Gutgläubigkeit und Respekt geprägt sind. Die RUN AG hingegen garantiert den Lieferanten eine von den kaufmännischen Gebräuchen geprägte Zusammenarbeit mit Vergütungen, welche den vertraglichen Bestimmungen entsprechen.

Beziehungen zu den Aktionären.

Die Gesellschaft arbeitet im Interesse seiner Aktionäre mit dem Auftrag seiner Aktionäre und Dritter. Weiters garantiert die RUN AG den Gesellschaftern korrekte Information und höchste Transparenz.

Beziehungen zu öffentlichen Einrichtungen und zu Dritten

Im Zusammenhang mit den Aufgaben der Gesellschaft sollen nicht Aktionen (direkte oder indirekte) unternommen werden – zum Beispiel der Aufbau von Beziehungen, die zum privaten Vorteil dienen, und die Weitergabe von vertraulichen Informationen – die die Integrität und das Ansehen der Gesellschaft und ihrer Partner gefährden. Die Gesellschaft verbietet allen, die in ihrem Interesse arbeiten, Geld, Geschenke, Güter, Dienstleistungen anzunehmen oder zu akzeptieren oder nicht zustehende Gefälligkeiten Amtsträgern, Funktionären und öffentlichen Bediensteten im Allgemeinen gegenüber anzubieten oder zu versprechen, auch nicht auf indirekte Art und Weise, um die Interessen der Gesellschaft anzukurbeln und zu fördern. Es ist erlaubt, unter Beachtung der anzuwendenden Gesetze und Normen, Kunden Geschenke oder Vorteile eines mäßigen Wertes im Rahmen von normalen Gebräuchen anzubieten, sofern man sich an das Verbot hält, damit keinen Vorteil für die Gesellschaft zu bezwecken.

Sicherheit und Umweltfreundlichkeit.

Die Gesellschaft bewahrt und schützt die Umwelt und beachtet dies sowohl in ihrer betrieblichen Tätigkeit als auch bei den wichtigen Entscheidungen. Ferner kümmert sich die Gesellschaft um die Sicherheit und den Schutz der Betroffenen, wie Personal und Kunden, welche sich dazu verpflichten, die diesbezüglich vorgesehenen Abläufe gewissenhaft einzuhalten.

Buchhaltungsdaten.

Die Buchhaltung wird transparent, genau, vollständig und klar geführt. Demzufolge ist es notwendig, die Unterlagen der Buchhaltungsabläufe vollständig, klar, zeitgerecht, wahrheitsgetreu durchzuführen und für etwaige Kontrollen bereit zu halten. Jeder, der davon erfährt, dass in der Buchhaltung oder in deren Unterlagen Dinge unterlassen, verfälscht, unregelmäßig oder nachlässig durchgeführt werden, setzt seinen Vorgesetzten oder diejenigen, die mit der Einhaltung des Kodexes betraut sind, davon genauestens in Kenntnis.

Einkauf und Zuteilung von Aufträgen.

Die Prozesse des Einkaufs basieren auf vorvertragliche und vertragliche Verhaltensweisen; festgehalten in der Optik einer unerlässlichen gegenseitigen Redlichkeit, Transparenz und Zusammenarbeit. Im Besonderen regelt die Gesellschaft den Einkauf und die Beauftragungen.

Schutz des Wettbewerbs.

Die Gesellschaft erkennt an, dass ein ehrlicher und korrekter Wettbewerb das Basiselement für die Entwicklung und das Wachstum dieser darstellt.

Vertraulichkeit der Daten.

Unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, der geltenden Regeln und der internen Verfahrensweisen, verpflichten sich die Betroffenen alle Informationen, die sie im Zusammenhang mit der jeweiligen Tätigkeit erfahren, als Bestandteil des Gesellschaftsvermögens auf alle Fälle streng vertraulich zu behandeln.

Interessenskonflikte.

Die Betroffenen müssen jede Situation vermeiden und davon absehen in die Situation zu kommen, in welcher sie im Gegensatz zu den Interessen der Gesellschaft stehen oder unvereinbar ist mit den von der Gesellschaft übernommenen Verpflichtungen. Das Eintreten von Interessenskonflikten steht im Gegensatz mit den Gesetzesnormen und den vom Ethikkodex festgelegten Prinzipien; gefährdet das gegenseitige Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeitern und Gesellschaft und fällt nachteilig in Bezug auf das Erscheinungsbild der Gesellschaft auf. Jeder, dem Interessenskonflikte auffallen, muss dies unverzüglich seinem jeweiligen Vorgesetzten oder den für die Kontrolle über die Einhaltung des Ethikkodexes Verantwortlichen melden.

Interne Prozesse und Kontrollen.

Die Gesellschaft fördert Instrumente zur Effizienzsteigerung und sieht die Ausarbeitung von Dokumenten vor, die die Arbeitsprozesse aufzeigen. Eine eventuelle Nichtbeachtung der internen Prozesse muss von den Betroffenen unverzüglich den jeweiligen Vorgesetzten oder den für die Kontrolle über die Einhaltung des Ethikkodexes Verantwortlichen gemeldet werden. Das Vieraugenprinzip und die Aufgabentrennung wird in den internen Abläufen verstärkt umgesetzt.

Organisationsdokumente für Mitarbeiter.

Die Gesellschaft stellt allen Mitarbeitern Dokumente zur Verfügung, in denen die Hauptinformationen über den Aufbau der Gesellschaft und die Modi zur korrekten Abwicklung der Arbeit dargelegt sind.

Disziplinarmaßnahmen.

Die Verletzung der im Ethikkodex vorgesehenen Prinzipien und der internen Prozessvorgaben, gefährdet das Vertrauensverhältnis zwischen den Betroffenen und der Gesellschaft, ebenso wie das Ansehen dieser. Solche Verletzungen werden auf jeden Fall von der Gesellschaft unverzüglich und sofort durch angemessene Disziplinarmaßnahmen bestraft, unabhängig von der eventuellen strafrechtlichen Relevanz solcher Verhaltensweisen und unabhängig von der Einleitung des entsprechenden Verfahrens vor Gericht.

Die Verwirklichung, die Kontrolle und die Änderung des Ethikkodexes.

Die Gesellschaft setzt ein Überwachungsorgan (ODV) ein, welches die Verwirklichung und die Einhaltung vorliegenden Ethikkodexes sowie des dazugehörigen Organisationsmodelles überprüfen soll und die Angemessenheit, die Effizienz, die Funktionalität und die dauernde Anpassung derselben garantieren muss.

Dabei soll das Überwachungsorgan:

  • die Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen fordern
  • die Verantwortlichen sensibilisieren
  • die Gesellschaft bei der korrekten Anwendung der Gesetze unterstützen
  • den Grad der Einhaltung des Ethikkodexes festhalten
  • Verfahren entwickeln, welche die korrekte Anwendung des Kodexes garantieren
  • die Verletzung der Prinzipien aufdecken
  • dem Verwaltungsrat über seine Tätigkeit berichten und eventuelle Änderungen und Ergänzungen vorschlagen

Verletzungen des Ethikkodexes.

Die schwerwiegende und dauernde Verletzung der Bestimmungen des Ethikkodexes beschädigt das Vertrauensverhältnis mit der Gesellschaft und führt zu Disziplinarmaßnahmen, welche von einem Reglement geregelt sind.

Schlussbestimmungen.

Der vorliegende Ethikkodex, laut der Gepflogenheit der Gesellschaft, wurde mit Beschluss des Verwaltungsrates am 01.12.2014 genehmigt. Jede Änderung des vorliegenden Dokumentes muss vom Verwaltungsrat genehmigt werden und den Betroffenen zeitgerecht übermittelt werden.

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